
Greta von Richthofen
Greta von Richthofen ist Künstlerin mit dem Schwerpunkt auf Street Art und Comic. Ihre Murals finden sich in Indien, Rumänien, der Schweiz, Deutschland, Spanien und Mexico. Wenn sie nicht gerade in ihre Projekte versunken ist, nimmt sie gerne an Ausstellungen teil und unterrichtet Comic und Street Art in Workshops. Seit 2019 ist sie als freischaffende Künstlerin tätig und interessiert sich besonders für kollaborative Projekte, die auf Open-Access-Plattformen veröffentlicht werden.


Im Interview
// Gretchenfrage: Graffiti oder Streetart?
Streetart
// Was war dein erstes Werk, dass Du so richtig gefeiert hast?
Meine Mural in New Delhi und das erste mal auf einem Hublift stehen. Das war einfach nur großartig.
// Wie viel Prozent Deiner Werke sind illegal entstanden?
30%, aber alles schon verjährt ;)
// Welche Werkzeuge benutzt Du im Normalfall für Deine Kunst, und was liebst Du daran so?
Für die Entwürfe verwende ich mein Tablet und Procreate, für die Umsetzung benutze ich ein Sammelsurium an verschiedenen Pinseln, die ich mir über die Jahre aus verschiedenen Ländern zusammengesammelt habe. Und Wandfarbe, ich mag die matte Oberfläche und die Schärfe der Flächen.
// Welche Rolle spielt Deine mentale Gesundheit im Schaffensprozess?
Malen macht mich glücklich, es ist gleichzeitig unterhaltsam und entspannend.
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// Wenn Du Dir einmal einen Spot für Deine Kunst aussuchen dürfest, auf was würde Deine Wahl fallen?
Eine große Wand an einem schönen Ort, an dem ich noch nie war. Vielleicht in Slowenien, Kanada oder Brasilien?
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// Was kritisierst Du mit Deiner Kunst gerne? Mit welchen Teilen des Systems bist Du nicht einverstanden?
Meine Kunst gibt eher Anlass zur Reflexion als konkrete Aussagen zu treffen. Ich versuche dem Ort eine neue Nuance zu geben und auf die umliegende Nachbarschaft einzugehen. Themen, die immer wieder vorkommen sind die Macht der Vorstellungskraft und das Sichtbarmachen der Vergangenheit und wie sie die Gegenwart beeinflusst.
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// Wie gehst Du mit Tiefschlägen während der Arbeit an einem Werk um?
Fluchen und Weitermachen.
// Welche drei Aussagen würdest Du einem/einer Newcomer*in mitgeben?
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Wenn du dich mal in Ruhe ausprobieren möchtest, gibt es in vielen Städten Walls of Fame, also Orte an denen legal gesprayt werden darf. Wenn du dich das nicht traust, dann schau nach einer kleinen Wand oder einem Garagentor oder ähnlichen in deinem Bekanntschaftskreis oder baue dir selbst eine kleine Wand aus Sperrholz zusammen, auf der du üben kannst.
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Seinen eigenen künstlerischen Weg zu finden ist ein langsamer, organischer Prozess, für den es keine Abkürzungen gibt.
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Wenn du in etwas richtig gut werden willst, dann suche dir etwas, dass dir so viel Spaß macht, dass du immer weitermachen möchtest.




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